Das ENNEAGRAMM der göttlichen Eigenschaften im Mann und in der Frau

In meinem Versuch, ein „Enneagramm der Liebe“ zu erstellen, liegt das Hauptaugenmerk auf dem, was die Frau spezifisch Frau macht und den Mann spezifisch Mann.

Ich beschreibe hier die aktive und die passive Lebensweise eines jeden Archetyps, als dritte Form eine vermittelnde, ausgleichende oder harmonisierende. So dass sich siebenundzwanzig (3×9) Untergliederungen ergeben.

ENNEAGRAMM-ArchetypenKopie2

Die „Göttlichen Hure“ auf Position 3:

Als aktive Erscheinung lebt sie die unterschiedslose, sexuelle Liebe zu den geschlechtsreifen Männern; sie wählt nicht, sie wertet nicht auf oder ab, sie ist selbstlos in ihrem Dienst an der sexuellen Liebesfähigkeit der Männer. Sie ist wahre Liebesdienerin und Liebeslehrerin in einem. Jeden behandelt sie so, wie er es braucht, denn sie erkennt den Mann, individuell und als göttliches Urbild. Sie bindet sich nicht an einen Mann, aber ihre innere Verbindung und Liebe zum Phallischen, zum Gott im Mann und zum Gott außerhalb der Existenz ist sehr, sehr tief und groß. Das ist ihr Halt, ihre wahre Liebe. Keine Frau kann göttliche Hure sein, die nicht die Liebe zum Gott als ihr Höchstes erkennt. Es ist klar, dass nur ganz wenige Frauen auf dieser Erde diesen göttlichen Aspekt ihrer Weiblichkeit voll leben können.

Als passive Erscheinung tritt die göttliche Hure (Liebhaberin, Geliebte) auf in der All-Liebe, die in jeder Frau präsent (oder latent) ist, die unterschiedslos liebt; in der passiven Form der Hure allerdings non-sexuell. Als Frau liebt sie jeden Mann, leidet sein Leiden mit, freut sich am Erwachen seiner Liebe, kennt seine innersten Motive und hilft ihm, seine wahre Liebe zu finden. Sie begleitet, sie wartet, sie unterstützt, sie motiviert.

Wenn eine Frau einen Mann liebt, seine Geliebte ist, sich verfügbar macht für die sexuelle Liebe ohne Einschränkung und in ständiger Bereitschaft für ihn, so vermittelt sie zwischen den beiden Polen der aktiven und der passiven Huren-Erscheinung. Allerdings bleibt sie Liebeslehrerin und wird niemals sich erniedrigen, missbrauchen lassen oder für Kompromisse mit der Liebe hergeben. Sie bleibt Lehrerin und Dienerin in einem.

Wie lebt die „Sternenkönigin“, die 1 auf dem Enneagramm?

In der aktiven Form ist sie die Verkörperung der Würde der Frau. Sie verwaltet die Sterne, ist unerreichbar für den normal Sterblichen; sie reinigt durch ihre Unnahbarkeit jedes faule Streben im Mann. Sie ist die „Sternenkönigin“ aus den Märchen und Legenden (zum Beispiel aus der Oper „Die Zauberflöte“). Ihr Mantel ist blau und mit Sternen übersät.

In der passiven Form ist sie jene Frau, die sich dienen lässt, hofieren, verehren, bewundern.

In der vermittelnden Form vereinigt sie sich mit dem, der ihrer als König würdig ist und herrscht mit ihm. Das heißt, der König tut nur, wozu die Liebe und Autorität der Königin ihm zustimmt.

Lass mich mal „Chiron“, der Figur 6 auf dem männlichen Ennegramm, nähern und versuchen, ihn zu erfassen.

Er ist der Jäger und Gejagte. „Jäger, jagst du das wilde Tier, triffst du das eig´ne Herz!“ Er ist der Held. Er ist der Gekreuzigte, der durch seinen Tod und seine Wunden Heil über die Menschen bringt. Chiron in der Mythologie kann die Wunde nicht heilen, die ihn schwächt, aber er wird zum Heiler der anderen. In Amfortas und Parzival (in der Gralssage) haben wir die beiden Seiten dieser Wesenheit. Er ist der Soldat Gottes. Der Vollstrecker und Vollstreckte, der ewig Entzweite oder: die Zweiheit in sich Ertragende, Tragende, Erlösende.

In der aktiven Erscheinung in konkreten Männern, die wir kennen, ist er der Jäger.

In der passiven Erscheinung ist er der Gejagte.

Und vermittelnd ist er der gekreuzigte Erlöser.

Und in bezug auf die Frau bedeutet dies auch, dass der Mann die Frau „jagt“, das heißt sie umwirbt, zu gewinnen sucht, bedrängt. Bald wird er der Bedrängte, wenn nämlich die Frau, sein Wild, von ihm den Preis fordert für ihr „Sich gewinnen lassen“, nämlich die Liebe und Selbstlosigkeit, die in ihr lebt.

Gekreuzigt wird er von ihr spätestens dann als letzter Liebesdienst, wenn die Frau keinen Ausweg mehr findet und nur durch sein Opfer der Manneswelt neue Kraft erwachsen kann.

Oder Lilith, die weibliche 6.

Aktiv ist sie die ungebändigte Natur in der Frau. Ihre Wildheit, ihr Handeln, ihr Verlangen, ihr Mut, ihre Rücksichtslosigkeit, ihre anarchische Urnatur.

Passiv ist sie die Erleidende, die den Zyklus durchlebende, die sich Werden und Vergehen hingibt, die den Schmerz durchlebt, die gebiert, blutet und stirbt, die sich reinigt durch das Blut, die ohne Widerstand ist und sich der Natur hingibt.

Vereinigend, vermittelnd ist sie wirksam als die Transformierende, die den Verstand Auslöschende.

Der Krieger, die göttliche 8 beim Mann. Auch seine Aufgabe ist Teil des kosmischen Plans.

Als Eroberer ist er aggressiv und aktiv. Sein Instinkt zeigt ihm den rechten Augenblick der Invasion.

Als Zerstörer ist er gleichgültig, passiv. Er lässt zu, wie zerstört, gestorben wird. Er bewirkt es passiv, zustimmend.

Als Bewahrer, Beschützer, Verteidiger seines Besitzes, als Hüter wirkt er vermittelnd.

Maya, die Alles-Verursachende, Alles-Verbergende und Illusionsspielerin, die 9 im Enneagramm:

Aktiv webt sie die Matrix der Sinnlichkeit, den Schein des Schönen und die Illusion. Ihre Aufgabe ist, den direkten Zugang zur Wahrheit zu verhindern, den Menschen in die Illusion ihrer Isolation und Trennung vom Göttlichen zu führen, um seine Eigenmächte zu aktivieren. So wird der Mensch ein Strebender, Suchender nach der Wahrheit und der wahren Liebe. Sie trennt, indem sie den Blick vernebelt, und sie verführt den Mann, indem sie sich selbst vor die Wahrheit platziert.

Passiv wirkt sie als die Sein-Lassende, Untätige, Nicht-Handelnde. So erlaubt sie jedem, alles zu genießen, sich in jeder Falle zu verstricken, aber auch sich an das Nichts zu gewöhnen, das uns beim Großen Übergang erwartet.

Vermittelnd hält sie das Bild der ewigen Vereinigung zwischen dem Männlichen und dem Weiblichen aufrecht, hält das Bewusstsein und die Erinnerung an den Himmlischen Vater in sich.

Männer fühlen sich in ihrer Gegenwart, welche der drei Formen sie auch lebt, sehr wohl.

Der Heilige Vater ist im Enneagramm des Mannes die Entsprechung (Punkt 9).

Er hält ebenso die Erinnerung an die untrennbare Einheit des Männlichen und des Weiblichen in sich, und so möchte er sich vom weiblichen Gegenaspekt nicht unterscheiden.

Für die Frauen ist er die „Große Geborgenheit“, der sie bedingungslos vertrauen können (wenn sie nur wollen).

Im aktiven Part aber ist er die große Anziehungskraft, die das Weib wieder zurückholt, zurück in die Einheit, die es als sich emanzipierende Tochter verlassen hat. Er ist der Hafen für alle Abtrünnigen, die sich nach Heimkehr sehnen.

Im passiven Part lässt der gütige Vater die fortwährende evolutionäre Trennung zu, lässt Maya ihre Werke tun, heißt gut, was geschieht, liebt und umarmt alle und alles.

Vermittelnd lebt der Heilige Vater die sexuelle Vereinigung mit der Muttergöttin, mit der Tochtergöttin und mit der Geliebten ohne Unterbrechung. So verwirklicht er, in stiller Vereinigung, das Bewusstsein der Einheit. In sich und in der Frau.

Die drei Erscheinungsformen der Jungfrau (Nummer 4 im Enneagramm):

In der aktiven Rolle ist sie die Verkörperung der keuschen und andächtigen Liebe, die sich dem Besten und dem Idealen zuwendet. Sie drängt nicht, obwohl sie sehnt; sie wartet, weil sie weiß. Sie kennt in ihrem Herzen das Mysterium der Liebe und hält es dort. Sie wartet. Eventuell kommt der Reine Prinz, der ihre Liebe auch nach der körperlich-sexuellen Region ausdehnen wird.

Passiv stellt sie Tabula rasa dar, das unbeschriebene Blatt, die Unberührte, der weiße Schnee, das, was noch nie berührt wurde und schutzlos jeder Imprägnierung ausgesetzt ist.

Vermittelnd lebt sie in der Geliebten, in der sexuellen Frau, die jede sexuelle Erinnerung nach dem Akt auslöscht, sich reinigt von Trieb und Gedanken und somit wieder Tabula rasa oder keusche Liebe werden kann.

Der Verwunschene Prinz auf Position 4 im Enneagramm des Mannes ist jene göttliche Qualität im Mann, die ihre reine Natur verbirgt in einem groben Mantel der kreatürlichen und leidenden Wesen.

Aktiv lebt der Mann sie als Romantiker. Er schwärmt für die große Liebe, er erweist sie auch mit seinen schönsten Gaben: der Rede, der Kunstfertigkeit, der Verehrung. Er ist der Minnesänger unter den Männern, der seine Liebe hinter seinen schönen Tönen sowohl manifestiert als auch verbirgt.

Passiv ist er die Reinheit und Unschuld und Unberührtheit des jungen Mannes, der gleich wie der junge Parcival unerfahren, aber in seiner Seele bereit, als „tumber Tor“ gutgläubig in der Erfahrungswelt herum wandert.

Vermittlend zwischen seiner Unerfahrenheit und seiner großen Sehnsucht führt er das Leben eines verwunschenen Prinzen. Eine Hexe oder weiß Gott wer hat ihn in ein hässliches Kleid gesteckt. Welches weibliche Wesen wird zu ihm geführt, schaut durch die Hülle, erlöst ihn?

Der Magier, Position 3 im männlichen Enneagramm, lebt in riskanten Verhältnissen.

Ihm ist aufgetragen, die Schöpfermacht in menschliche Seelen zu verpflanzen. Schmal ist der Grad, den er zwischen maßloser Überheblichkeit und freiem, gottgewolltem Schöpfertum des Menschen wandelt. Der Zauber, den er verbreitet und der ihm Macht verleiht, kann sich gegen ihn wenden. Oder für ihn wirken, so dass er zur Verherrlichung und zur Vergöttlichung des Menschen das Wertvollste beiträgt. Auf Frauen wirkt er durch sein Charisma, durch seine Macht, schier unwiderstehlich.

In seiner aktiven Gestalt arbeitet er mit dem Feuerkeim der Imagination und des Willens; er schafft machtvolle Dinge, verändert seine und anderer Wesen Gestalt und erweckt Tote zum Leben. Totgeglaubtes ersteht neu unter seinen Händen. Er ist der Meister der Wiederauferstehung.

In seiner passiven Gestalt ist er Anziehungspunkt für Menschen, die an seiner Ausstrahlung gesunden und neuen Mut fassen. Durch ihn scheint die göttliche Macht.

In seiner vermittelnden Gestalt führt er Menschen zusammen, ist Kuppler und auch selber Sexualmagier.

Der Verspielte Knabe (Enneagrammpunkt 7):

Aktiv lebt dieser Mann den unschuldigen Liebhaber, der mehrere und viele Frauen lieben kann. Don Juan in seiner liebeswerten Gestalt. Als Göttervorbild hat er Krishna, der all die Gopis (die Kuhhirtinnen) liebte, alle auf einmal. Der ewige Junge ist nicht ganz von dieser Welt, also steht ihm dieses Privileg zu.

Passiv genießt er als Narr alle Freiheiten. Er ist geschützt, niemandem verantwortlich und seine Erkenntnis fließt leicht und göttlich. Humor ist sein Kleid.

Vermittlend zwischen Himmel und Erde ist er Hermes (oder Merkur), der Götterbote. Wissen und Botschaften vermittelnd, zwischen den Welten pendelnd.

Was vollbringt der Gnostiker im Mann? Sein Platz ist die 5 und er verkörpert das Wissen der Welt und der Jenseitswelt.

Als aktiver Forscher ist er unermüdlich regsam. Er ist Wissenschaftler, Studierender, Probierender. Aber nicht das Leben selbst durchwirkt ihn, sondern im Abbild des Denkens versucht er, den Ursprung seines Wissens zu ergründen. So will und muss er Zugang zum Lebensquell gewinnen. Seinen Rat suchen Tausende.

Er forscht sowohl in der materiellen als auch in der geistigen Welt. Ist ohnehin alles Geist für ihn.

Passiv zieht er sich in die Einsamkeit zurück, lebt enthaltsam, ernährt sich von wenigem, liebt die Einfachheit und die Meditation. Asket ist er, auf das eigene Innere gerichtet.

Vermittelnd und vereinigend wird er Mystiker, Schauender, Genießender. So vereinigt er sich mit dem Ziel der Sehnsucht aller Menschen und wird ihr wesenhafter Teil.

Sophia, die Göttin der Weisheit, lebt in jeder Frauenseele. Auch ihr Platz im Enneagramm ist die 5.

Im Unterschied zur männlich geprägten Forschernatur ist sie die intuitiv Wissende.

In der aktiven Gestalt ist sie vielleicht heilkundig, kennt Kräuter und Wässer, aber auch die Energien der Körper, der Sterne, der großen Lebensbahnen. Sie stellt ihr Wissen lebenspraktisch zur Verfügung.

Passiv zieht sie sich aus der Verstrickung der Geschlechterwelt, vor allem der Männerwelt, zurück, lebt ihre Weisheit verinnerlicht, schauend, mystisch verzückt. Sie strebt nicht die Inkarnation an.

Die Gegensätze zwischen Weltlichkeit und Weltfremdheit überbrückend, vermittelt die Alte Weise durch ihre Lebenserfahrung. Ihr Blick ist bereits geklärt. Sie vereinigt Wissen der Welt und Wissen der Jenseitswelt. Sie gibt Menschen Lebenssinn.

Wer ist die Schwarze Göttin, die Richterin ? Auf dem Ennegramm der Frau steht sie auf der 8, dem Platz der Gerechtigkeit, des Karmas. Dies ist die Bedeutung der Zahl 8.

Aktiv ist sie der Schrecken eines jeden Mannes. Sie hält die Erinnerung an alle üblen Taten, die Männer je den Frauen angetan haben. Ihr gehört die Rache. Sie ist Täterin (aus dem Schicksalsgeflecht der Gerechtigkeit legitimiert), Kriegerin. Sie tötet, zerstört. Sie schafft jenen Frieden, der aus der Gerechtigkeit kommt. Gnade ist nicht ihr Bereich. (Gnade findet man erst auf der Position 9).

Passiv ist sie die große Verweigerin. Sie ist das Nein in der Liebe, dort wo Missbrauch und Herrschaft geschieht.

Sie ist der klare Blick der Liebe, der jede lieblose Regung durchschaut. Sie stößt ab, was unwahr und was Liebeslüge ist.

Vermittelnd wirkt sie zwischen den Geschlechtern, indem sie auch die Frauen ins Gewebe einschließt: die Nornen aus der Mythologie, die Weberinnen des Schicksals.

Die Barmherzige Mutter schenkt Leben und nährt. Sie steht an zweiter Stelle des Enneagramms der Frau, nach der Sternenkönigin.

Aktiv ist sie die, die mich gebärt und nährt mit ihren Brüsten, die gibt und gibt und mir fortwährend Leben schenkt und erhält.

Passiv lebt die Frau sie als saugend, mich, den Mann, in ihren Schoß zurücksaugend, alles verschlingend, alles vereinend. Sie nimmt den Samen und nutzt ihn für ihr Wirken: Leben erhalten.

Vereinend ist sie die Beschützende (mit ihrem Schutzmantel), die Tröstende, die Seelen-Heilende.

Auch die Tochter ist zu nennen, im weiblichen Enneagramm die 7.

Ihr eigen ist die Neugier, die zu Entdeckungen führt und die Leichtigkeit und Freiheit repräsentiert. Sie ist die Tochter ihres Vaters und ihrer Mutter. Sie erwirbt sich Freiheit und Emanzipation. Dennoch bleibt sie eingedenk ihrer Tochterrolle und verliert die Gewissheit ihrer Rückkehrmöglichkeit nicht.

Das freie, kecke, entdeckungsfreudige, sich emanzipierende Mädchen lebt aktiv, unbekümmert. Schnuckelt sich immer wieder gern in sichere Gewänder, um dann von neuem loszuspringen und die Welt zu „erobern“.

Passiv geschieht es, von ihr ausgehend, dass die Mutter neue Impulse von ihr empfängt, kosmische, irdische Impulse, die sie dem weiblichen Bewusstsein – es ständig erneuernd – zuführt.

Vermittelnd lebt sie die Verrückte, die Vogelfreie, die Nicht-Haschbare, die in aller Ewigkeit Spielende. Auch das Neutrum ist ihr nicht fremd, das merkurisch Vermittlende zwischen den Welten und Geschlechtern.

Der Gerechte Richter und Herrscher auf Platz 1 im Enneagramm des Mannes:

Aktiv gibt er Struktur, legitimiert die Hierarchie durch Taten des Guten. Er ist Lehrer und Bestimmer, Führer und Vorbild. Durch sein eigenes Beispiel regt er Nachfolge im Verhalten an. Er wird zum Vorbild für Männer und zum Guru der Frau. Er verkörpert Ehrlichkeit und Rechtschaffenheit. Unter seinem Blick trennt sich das Böse vom Guten. Er stellt die Weichen. Er verlangt von sich, was er von anderen verlangt.

Passiv ist er innerlich von einem starken Bild einer moralischen Integrität durchdrungen.

Vermittelnd sucht er eine gerechte Einheit mit seiner Frau; er lebt mit ihr eine klare Kompetenz-Trennung. Wie er König ist, bestätigt er die Rolle seiner Frau als Königin.

Der Heiland, die 2 im Enneagramm des Mannes:

Sein Wirken ist das Mitgefühl, die Tiefe des Herzens.

Aktiv ist er der selbstlos Dienende, Liebende, Mitfühlende. Überall verschenkt er Liebe, heilt durch Seelenwärme. Er lebt sein Leben als Stellvertreter (Repräsentant) der Menschheit.

Passiv erlebt er sich als Dankbarkeit für das geschenkte Leben. Ist in sich voll, erlebt die Fülle. Im stillen Gebet und durch Herzenskraft fühlt er sich allen Menschen verbunden.

Vermittelnd lebt er in der persönlichen Liebesbeziehung Herzensgüte und Großzügigkeit. Er ist der selbstlos dienende Mann einer Frau; seine Sexualität verlangt nichts für sich: Sie erfüllt die Frau im Herzen, heilt sie und macht sie glücklich.

Nachsatz:

Das männliche ist das aktive Prinzip, das weibliche das passive. Im Wesentlichen, im Kern. Als kosmische Prinzipien Yang und Yin. Natürlich lebt in jeder Frau auch das Yang, das Tätige, das Aktive und in jedem Mann auch Yin, das Empfängliche, Passive. So ergibt es schon einen Sinn, wenn ich von aktiven, passiven und integrativen (vermittelnden) Formen der jeweiligen Aspekte spreche, hoffe ich.

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