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Den Panzer der Matrix durchbrechen

5070_R_K_by_Henning Hraban Ramm_pixelio.de.jpgLISSAJOUSDie wichtigste Frage in unserem Leben bleibt immer: Wer bin ich?

Schale für Schale entblättert sich, wenn wir dieser Frage nachgehen. Unser Emotionalkörper, unsere Gedanken, unsere Lebensabsichten sind in eine Matrix eingeschlossen, ein dichtes Gewebe von Überzeugungen, Meinungen, Mustern, Ängsten und Programmierungen. Bis hinein in unser Muskelsystem, in den Hormonhaushalt und in die cerebralen Reaktionsmuster unseres Körpers hält uns die Matrix fest im Griff. So wie Erziehung heute stattfindet, beginnt dieser Prozess schon in der frühesten Kindheit. Außerdem tragen wir die Altlasten unserer genetischen Vorfahren in uns. Auch die gegenwärtige „DNS“ ist nicht der Weisheit letzter Schluss.

Weiterhin werden wir täglich mit neuen Falschmeldungen über das Leben bombardiert. Emotional sind es Hass, Angst und Gier, die uns attackieren oder umschleichen. Mental ist es die Flut von Informationen, denen wir uns ausgesetzt fühlen und die uns zu einer Stellungnahme und Beurteilung herausfordern.

Viele Menschen fühlen sich überfordert davon und versuchen sich zu schützen, indem sie sich tot stellen: „Ich will nichts mehr wissen!“ Indem sie sich auf die Innenwelt zurückziehen, erhoffen sie sich Frieden. Der aber kann sich nicht einstellen, solange die emotionalen Muster der Matrix unaufgelöst bleiben. In den menschlichen Beziehungen, die wir eingehen, bekommen wir den Spiegel vorgehalten, wie real unsere innere Freiheit und unsere Liebe sich im Leben wirklich zeigen. Diese beiden Qualitäten sind es nämlich, die uns den Panzer der Matrix durchbrechen lassen, im Verein mit einer anderen Qualität, die ich Selbstermächtigung nennen möchte.

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Ich unternehme den Versuch, hinzuschauen. Ich glaube nicht, dass die Flucht vor der Wirklichkeit oder deren Verdrängung uns befreien wird. Deshalb zeige ich auf, was ich sehe und wahrnehme in der Welt. Natürlich steckt auch eine Recherche dahinter, die mich immer tiefer in die Fabrik der Matrix hineingeführt hat. Was ich durchschauen kann, macht mir keine Angst mehr. Gleichzeitig mit dem Erschaudern vor der Ungeheuerlichkeit der Lügen und der Grausamkeiten ersteht dann im Inneren der Impuls der Heilung und der Befreiung. Ein klares Denken entsteht. Der Wille, der so lange in den Klauen der Programmierung gefangen war, wird reiner Mut. Ja, ich kann, ja, ich darf verändern. Ich bin kein Opfer mehr. Ich werde frei in meinen Handlungen.

Religion und Politik sind in der Hand unwissender Menschen zu Instrumenten der Unterdrückung geworden. Weder Religiosität noch politisches Handeln sind auf dieser Erde verzichtbar. Soziales Commitment und mystische Innenschau sind die beiden Pfeiler, auf denen ein neues Erdenbewusstsein ruhen wird. Die Erde ist nicht unsere Last. Sie ist unsere Vergangenheit, unsere Gegenwart und unsere Zukunft. Und wir als Menschen sind jene Götter, die berufen sind, sie als unser Paradies zu erkennen.

Die Frage, wer ich bin, ist unauslöschbar mit meiner individuellen Mission auf dieser Erde verbunden. Bin ich denn nur ein geistiges Wesen jenseits dieser Existenz? Bin ich Nirvana? Oder bin ich Schöpfer nicht nur meines eigenen Schicksals, sondern auch der Erde? Was mich betrifft, ist die Antwort auf beides ein klares Ja.

Es macht Freude, Schöpfer zu sein. Und ebenso erfüllt es mich mit tiefem Frieden, „abends“, wenn das Werk getan ist, im Nirvana zu versinken. Ein neuer Morgen wird kommen, so oder so.

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