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bildnachweis: jörg brickheger, pixelio.de

Wir lassen uns beim Liebesspiel viel Zeit

Wir nehmen uns auch die beste Zeit dafür und nicht die müdeste. Wir räumen Platz frei in unserem Leben für das Liebemachen und bald wird es das Wichtigste und nimmt keinen untergeordneten Platz mehr ein. Es kann ein-, zwei-, dreimal pro Tag geschehen oder auch den ganzen Tag. Und wenn es nur ein „Quickie“ ist in der Mittagspause, so erfüllt uns dieser als wäre es der ganze Tag.

Das Liebesspiel ist kein Wettlauf zu einem gemeinsamen Ziel

Es gibt am Ende nichts zu gewinnen. Das Ziel, wenn es denn schon eins gibt, ist der Weg selber, unser Tun und Empfinden von Moment zu Moment. Wir vergessen die Zeit. Wenn wir nachher auf die Uhr schauen, sind Stunden vergangen. Es gibt keinen Orgasmus, der unsere Liebe abbrechen oder unser Zusammensein beenden könnte. Ein Orgasmus oder mehrere mögen kommen oder sogar begehrt werden, aber nichts wird dadurch abgeschlossen oder beendet. Zwar sind wir zwischendrin auch mal erschöpft und ruhebedürftig, nur werten wir dies nicht als Verlust unserer Liebe. Wir lernen, nicht von bestimmten Glücks- und Ekstasezuständen abhängig zu sein.

Wir bleiben zusammen während des Liebesspiels

Wir machen Liebe füreinander. Keiner kapselt sich in seine eigene Welt ab, sei es eine Welt der Phantasien, der orgastischen Lust, oder des Schmerzes. Wir teilen alles und tun es füreinander. Das bedeutet anfangs, dass wir uns mit Worten mitteilen, was wir spüren, was wir wollen. Wir teilen unsere Empfindungen mit, z.B.: „Oh, ist das schön, wenn du mich hier streichelst!“… Zu denken vermeiden wir so gut es geht. Wir steuern nicht einzeln und selbstbezogen auf den Orgasmus zu. Das würde uns trennen voneinander und die Innigkeit und Wahrhaftig-keit unserer Liebe ginge verloren. Viele Menschen machen die Erfahrung, dass durch den Sex eher Distanz als Nähe entsteht. Es liegt daran, dass einer der beiden für sich etwas sucht und den anderen aus dem Blick verliert oder dass man zuviel „macht“, um zu einem Ergebnis, sprich Orgasmus, zu kommen. Ein so genannter Gipfel-orgasmus kann dich auf dem Gipfel ganz schön einsam machen! Oder spätestens beim Abstieg. Um das zu verhindern, bleiben wir ständig in innigem Liebeskontakt, in Augenkontakt, in verbalem Kontakt, dann kann uns keine noch so große Lust heraus schleudern aus unserer Verbundenheit. Wir binden sie ein. Und das ist der größte Zauber, den die Sinnlichkeit uns ermöglicht: Innigkeit und orgastische Lust in einem.

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