Die Logik der geistigen Trägheit

Brot und Spiele

Haben nicht schon die Machthaber aller Kulturen gewusst: Gib den Menschen Brot und Spiele, dann kannst du sie nach Belieben lenken und alles von ihnen haben, einschließlich ihr eigenes Leben. Denn sie werden freudig ihrer eigenen Vernichtung zustimmen.

Tag für Tag werden wir in gigantischem Ausmaß von den Massenmedien belogen. Brauchen wir dafür wirklich noch Beispiele, oder ist es uns schon längst klar?

Schließlich landen ständig wiederholte Lügen in unseren Schulbüchern, wo sie dann als historische Fakten gelten.

Der Staat, der vorgibt, uns Menschen zu beschützen, macht Gesetze, die uns der Freiheit berauben wollen. Der Staat selber ist Täter oder wird zum Mitwisser terroristischer Aktionen, nicht nur der amerikanische, auch der deutsche Staat. Dafür gibt es unzählige Beispiele.

Die Wirtschaftsformen, denen wir ausgesetzt sind, entfalten ihr dämonisches Spiel schon längst in virtuellen Räumen, die an kein reales Wirtschaftsgebaren mehr gebunden sind, sondern nur an die Idee von materieller Macht und Weltbeherrschung. Kaum jemand wird daran noch zweifeln.

Die Wissenschaft tappt im Dunkeln über die wahren Zusammenhänge der Fakten der Welt und des Menschen. Wir Menschen werden im Namen der Medizin vergiftet. Das Wissen über echte Heilmethoden wird von den Einflussreichen dieser Gilde, die mit den anderen hier aufgezählten Machtsträngen vernetzt ist, geleugnet oder verboten.

Die Religionen bemühen sich, die Triebnatur des Menschen ein wenig einzudämmen und in ihrem Sinn zu lenken, aber auch sie wissen nicht, wie sie Frieden in der Welt schaffen können oder wie die Freiheit des Einzelnen zu schützen ist. Sie propagieren „Wahrheiten“, die ihrer beschränkten Mentalität entspringen.

Gibt es jemanden, der all diese Stränge, also Kommunikation, Staatsgesetze, Wirtschaft, Wissenschaft, Religion, zusammenhält und in seinem Sinn lenkt? Gibt es eine Verschwörung dahinter? Sorgt jemand dafür, dass die Politik genau so und so entscheidet? Werden die Kommunikationsmedien von Finanzmächten gelenkt? Es ist ganz offensichtlich so. Ohne Zweifel.

Allerdings ist keine Menschengruppe mächtig und umfassend genug, um alle Stränge dauerhaft in der Hand zu halten und zu koordinieren. Es sind nur ganz wenige Menschen, die ganz oben auf der Pyramide sitzen und die Plätze dort sind heftig umstritten. Die Mächtigen, die wir kennen, bewegen sich auf den mittleren Etagen der Pyramide und sind ihrerseits abhängig von der Spitze, von der sie allerdings auch nichts wissen.

Die meisten von uns leben auf den unteren Etagen der Macht. Deshalb sind wir herausgefordert, die geistige Macht zu erkennen, die es vermag, uns in derartige Abhängigkeit und Machtlosigkeit zu drängen und unseren Geist zu vernebeln versucht. Ich will versuchen, religiös verwendete Begriffe wie Satan usw. zu meiden, sondern möchte unter den Charaktereigenschaften des Menschen zumindest eine ausfindig machen, welche die Macht hat, die Stränge des Unheils zusammenzuziehen und festzuhalten. Und das ist folgende:

Die geistige Trägheit, sich um ein wahrhaftiges Leben zu kümmern.

Von dieser Trägheit, die eigentlich ein Unwille und eine Angst vor der Wahrheit ist, stammen alle anderen charakterlichen Untugenden. Denn Untugenden sind es, die das Einfallstor bilden für Mächte, welche die Verstümmelung und Zerstörung des Menschen und der Erde vorantreiben.

Aus der Trägheit entspringt unmittelbar Unwissenheit, oder besser gesagt, beide gehen Hand in Hand. Eine Dumpfheit und Stumpfheit breitet sich über das strahlende Bewusstsein, das jeder Mensch im Grunde ist.

Da der Wille als unbewusster Unwille sich äußert, entsteht durch das Zusammenwirken von Unwille und Unwissenheit Verwirrung.

Aus der Verwirrung resultieren Emotionen. Unsere körperlichen Bedürfnisse erfüllen im Grunde die Aufgabe, in einer vergänglichen Welt einen Abglanz himmlischer Herrlichkeit zu erfahren. Gesunde Sinnlichkeit ist ein Abbild göttlicher Vollkommenheit. Da der Geist aber durch Unwille und Unwissenheit emotional geworden ist, erleben wir die Regungen des Körpers als persönlichen Kampf des Einen gegen den Anderen. So werden wir tatsächlich zu Raubtieren. Wir sprechen beispielsweise von „Raubtierkapitalismus“, vom „Abwürgen der natürlichen Ressourcen“, von „Ausstechen“ im Konkurrenzkampf usw.

Alles was wir als Boshaftigkeit unserer Emotionen kennen, Hass, Neid, Eifersucht, Geiz, Gier und so fort, das alles kehrt sich regelmäßig um und wird wieder das, was es von Anfang an war: Angst. Angst vor dem Erkennen der Wahrheit. Das ist der Grund, warum wir lieber träge bleiben. Träge bis zur Auslöschung der Erde.

Haben nicht schon die Machthaber aller Kulturen gewusst: Gib den Menschen Brot und Spiele, dann kannst du sie nach Belieben lenken und alles von ihnen haben, einschließlich ihr eigenes Leben. Denn sie werden freudig ihrer eigenen Vernichtung zustimmen.

Die Wachsten unter uns fühlen sich aufgerufen, bei diesem dämonischen Spiel nicht mehr mitzumachen. Sich nicht einlullen und bestechen zu lassen durch Brot und Spiele. Auszusteigen. Nicht zu kooperieren. Nicht wählen zu gehen oder nur ganz gezielt. Seine Stimme zu erheben, über all das zu sprechen, zu schreiben, zu publizieren. Auf die Straße zu gehen mag zwar auch ein Ausdruck davon sein. Aufstand und Gewalt anzuzetteln wird allerdings genau denen helfen, die Kampf und Krieg wollen. Sie werden die Revolutionen gleichzeitig bekämpfen und begrüßen, denn danach können sie ihren „Friedensplan“ vorlegen, den sie immer schon in der Schublade bereit hielten. Sie wollen unseren Aufstand. Sie wollen den Zusammenbruch.

Erhebt sich die Frage: Warum das alles? Was wollen die wirklich? Warum wollen uns überhaupt Machthaber beherrschen? Und wer sind die Machthaber? Sind sie nicht Teile von uns selbst? Vernichten sie sich nicht selber auch, indem sie uns malträtieren und unserer Würde berauben wollen? Ja, so ist es schlussendlich. Aber bis sie das verstehen, vergehen Zeiten über Zeiten. Sie meinen nur, sie könnten herrschen. Sie verstehen die Wahrheit des Lebens nicht. Sie sind reich und von der Macht berauscht. Aber sie sind unwissend und voller Angst. Machthaber sind die, die ihre Macht im Geheimen ausüben. Sie haben sich in militärischen Geheimdiensten, in Finanzzirkeln, in Think Tanks zusammengetan, um uns in Unwissenheit und Abhängigkeit zu halten.

Warum sprechen wir nicht vollkommen offen über unsere menschlichen Bedürfnisse, über unsere utopischen Vorstellungen, über das, was wir als heil und heilig empfinden? Weil ihr uns voreinander schützen müssen? Weil sonst die Anderen, die Bösen, über uns herfallen? Es scheint, wir können wenig dagegen tun. Aber stimmt das? Die Pyramide wird sich umkehren, die Spitze wird nach unten ragen, die Basis nach oben. Das ist das Schicksal der Macht.

Wir, die einfach Denkenden, die Liebenden, werden unsere Macht erkennen. Diese baut nicht auf egoistische Durchsetzungskraft, noch gibt sie ihre individuelle Verantwortung auf für ein kollektives Überwachungs- und Beglückungssystem, wie es die „philanthropischen“ Strategen der Eine-Welt-Regierung planen. Während die alte Ego-Strategie noch auf dem Reptilienhirn beruht und relativ leicht zu durchschauen und zu überwinden ist, bläst die neue Strategie des gesteuerten Kollektivismus allen Errungenschaften individueller Freiheit den Geist aus und strebt nach einem gigantischen neuen Sozial-Faschismus.

Den Weg der Befreiung aber, den dritten Weg, erkennen wir in uns selber. Er ist nicht vorgezeichnet wie die anderen beiden Wege. Er entsteht erst mit jedem Schritt, den wir tun. Es ist der Weg des Bewusstseins unserer eigenen eingeborenen Kraft und Intuition. Ein Weg des Liebens.

Was also können wir jetzt bereits tun? Bauen wir menschliche Liebeskraftwerke. Gestalten wir die Natur, die Erde, so dass sie Spiegel unserer Liebe wird. Treten wir in einen Liebeskontakt zu Tieren und Pflanzen. Kreieren wir neue, einfache, möglichst übersichtliche Wirtschaftsgenossenschaften. Formen wir Liebesgemeinschaften unter uns Menschen, wie wir es durch Ehe und Familie immer wieder versucht haben, aber öffnen wir uns auch für neue Formen größerer „Ehen“ und „Familien“. Seien wir freudige Experimentierer. Befreien wir uns von emotionalen Belastungen und von den Verwirrungen, die durch sexuelle Vernebelungstaktiken zuhauf geschehen. Der Sexualität kommt eine Schlüsselrolle zu im Aufbau von Liebesgemeinschaften. Genauer gesagt, der Befreiung und Erleuchtung unseres Begehrens, unserer körperlichen Bedürfnisse und der Sexualität. Kein Frieden auf Erden ohne Frieden zwischen den Geschlechtern.

Was können wir noch tun? Seien wir bereit, die Arbeit an uns selbst zu machen. Leuchten wir hinein in die Schatten unserer Seele. Nehmen wir die notwendige Katharsis an, die nicht immer schmerzfrei sein muss. Entfalten wir dafür Willenskraft und Mut. Genießen wir gleichermaßen das Nichtstun und den Müßiggang, entspannen wir uns. Seien wir vollständige Menschen, kreativ und absolut liebenswert. Erkennen wir voll Dankbarkeit unsere Verbindung zu anderen Wesenheiten, die uns vorausgehen und inspirieren, vielleicht sogar geschaffen haben. Das ist die ewige Religion im Menschen.

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