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Die erste Sternspitze – “Ich will”

Die erste Sternspitze heißt Disziplin.

Sie gibt dem Menschen Richtung, Zielstrebigkeit und die Kraft, etwas mit Willen durchzuziehen. Meisterschaft in einem bestimmten Fach kann daraus resultieren. Das ist ein grundlegendes Bedürfnis des Menschen. Auch wirkungsvolle Gesundheitspflege wurzelt hier und ist Teil der inneren Disziplin des Menschen.

Reflexion_web_R_by_Tim Caspary_pixelio.de

Ja, Anstrengung ist ein Teil des Glücks. Es liegt in der psychophysischen Natur des Menschen, neue Wege auszuprobieren und zu beschreiten, zu forschen, findig, arbeitssam und strebsam zu sein. Leistungen zu vollbringen macht Freude und führt schließlich, wenn wir unsere Errungenschaften systematisch und zielstrebig bündeln, zur Blüte der Meisterschaft.

Eine strahlende Energie, rein und sauber, mächtig, fokussiert und penetrierend: So fühlt sich das Glück der Disziplin an.

Manche sagen, das wäre die maskuline Kraft des Lebens. Wie auch immer, sie ist allen Geschlechtern und allen Altersstufen zugänglich und kann sich von allen zueigen gemacht werden. Ein wesentliches Merkmal ist ja gerade dies: Ja, ich will! Ja, ich mach´s!

Den „inneren Schweinehund“ zu besiegen, auch bezeichnet als „Selbstüberwindung“, gehört sicher zu den stärksten, beglückendsten Erfahrungen, die ein Mensch machen kann. Ja, ich kann mehr, als ich bisher geglaubt hatte! Ich bin nicht beschränkt auf ein gewisses Niveau, ich kann mit meiner Willenskraft so viel bewegen, erreichen, heilen, überwinden, erneuern. Wer dieses Glück fühlt, kommt nicht auf die Idee zu sagen, man dürfe nichts tun und müsse sich gänzlich der göttlichen Führung überlassen. Der Eigenwille sei ja egoistisch und müsse überwunden werden.

Hier, auf der Position Eins, feierst du deine Tatkraft und Konzentration. Hier erlebst du deine körperliche Frische und strahlende Gesundheit. Gerne tust du etwas dafür. Du sorgst für gute Ernährung und Bewegung, du liebst die erfrischende Kraft der Natur.

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Hier erlebst du, dass alles Wollen im Kosmos zusammen wirkt und arbeitet, auch wenn sich die Ordnung des Seins nicht immer auf den ersten Blick offenbart. So entwickelst du gegebenenfalls deine Lust an der Systematik, an der Geometrie, an der Architektur, der Musik und der Mathematik.

Aber dabei gilt es auf ein bestimmtes Phänomen zu achten. Eine Saite eines Musikinstruments kann zu straff gespannt sein oder zu locker. In beiden Fällen klingt sie nicht harmonisch. Um die richtige Spannung zu finden, muss ich beim Stimmen des Instruments durchaus einmal die Spannung überziehen und dann wieder ein Stück lockern. Erst durch ein achtsames Hin und Her erreiche ich die richtige Stimmung. Indem ich starr immer am Ideal festhalte, erreiche ich niemals das Glück der Disziplin, sondern indem ich das rechte Maß durch behutsames Abwägen finde.

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