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Die Sternspitze Vier als selbstlose Hingabe und Ergebenheit

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Wenn du eine Frau bist, kennst du höchstwahrscheinlich die Freude der sexuellen Hingabe. Wenn du nichts mehr bestimmen willst, nichts mehr willst für dich, dich nur öffnen willst dem Geliebten, dich ihm anvertraust, auf dass er tue, wonach ihm ist, dann verschenkst du dich voll. Du bist offen, du bist leer. Und dadurch kannst du gefüllt und erfüllt werden. Von diesem hohen Glückzustand reden wir, wenn wir das Glück an der Sternenspitze der Vier erfahren.

Von einer großen Ergebenheit sind wir erfüllt, wenn wir Dinge und den Lauf von Geschehnissen nicht ändern können, seien sie nun schrecklich für unser Urteil oder höchst angenehm. Da wir sie nicht ändern können, ergeben wir uns dem Schicksal. Wir akzeptieren es, was es auch bringen möchte. Auch den eigenen physischen Tod nehmen wir eines Tages an, wenn er unvermeidlich ist. An psychischen Todeserfahrungen lernen wir das schon vorher. Das sind die heftigsten jener Ereignisse, die nicht nach unseren Vorstellungen, Plänen und Wünschen verlaufen. Das Glück der Ergebenheit und die Befreiung von uns selbst sind durch nichts zu ersetzen. Wer es nicht kennt oder wer sich davor fürchtet, erlebt nicht seine unübertreffliche Glückseligkeit. Da Tod und Versagung zum Leben gehören, wie solltest du dann ohne sie bleibendes Glück kosten können?

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Es sind nicht nur die schrecklichen Dinge, die uns ergeben machen. Auch unbeschreiblich schöne Erfahrungen können dich an den Rand der Erträglichkeit bringen. Vielleicht würden sie dich töten? Aber welchen schöneren Tod gäbe es, als in überwältigender Ekstase zu sterben? Vielleicht ist es der Wunsch, einen geliebten Menschen dorthin mitzunehmen, der dich davor zurückhält, zu sterben? Vielleicht fühlst du dich noch gebraucht und willst deshalb weiterhin hier bleiben? Dann ist diese Selbstlosigkeit dein größeres Glück. Glück kann nämlich auch sehr nüchtern sein. Du spürst nichts davon. Und dennoch lenkt es dich. Das Glück des oder der Anderen ist größer als dein eigenes Glück. Aber dies ist nur scheinbar so. Es ist natürlich dein Glück. An dem Ort, an dem Ich und Du zusammenfallen in Eins, ist der Tod das neue, beglückende Leben.

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