Die Therapeutisch-Tantrisch-Spirituelle Universität

und Kirschblüten-Gemeinschaft

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Samuel Widmer Nicolet habe ich vor Jahren einmal bei einem Vortrag in Frankfurt/Main erlebt, als er über die Gemeinschaft in Lüsslingen bei Solothurn, Schweiz, erzählte. Mit ihm war seine Frau Danièle Nicolet Widmer. Ich erinnere mich an die Schilderung von drei Lebensbereichen, die das Leben in der Kirschblütengemeinschaft bestimmen: Kindererziehung, Liebe/Sexualität, Geld/Besitz. Der erste Bereich sei mit großer Bestimmtheit gut bewältigt. Beim zweiten Bereich sei man dabei, ihn mit großer Zuversicht ebenfalls gut zu befrieden. Was aber den dritten anbelangt, dort säßen die größten Widerstände bei den Menschen, das sei der schwierigste Bereich.

Da die Gemeinschaft keinem autoritären Modell oder fertigen Konzept folgt, wird das Leben aus den Menschen selbst heraus so gelebt und mit möglichst wenigen Regeln organisiert, wie es aus eigener Einsicht und aus einem Feld der Liebe heraus möglich ist:

Wir sind Liebende. Unser Guru, dem wir dienen, ist die Kraft der Liebe. Wir stehen nicht mehr in einem Konkurrenzverhältnis zueinander, haben Neid und Eifersucht hinter uns gelassen. Wir haben gelernt, uns am Glück und Erfolg der anderen zu freuen. Darum sind zwischen uns Liebe und Nähe möglich, ein gemeinsames Blühen, in dem man alles Glück und alle Liebe zusammen teilt.“

Damit ist die Aufgabe, die sich der Gemeinschaft und damit der Therapeutischen Universität stellt, aufs kürzeste umrissen: „In der Welt ein Feld von Liebe zu erzeugen, und das, was man selbst gelernt hat, in die Welt zu tragen und weiterzugeben. Dieser Berufung folgen wir.“

Die Kirschblütengemeinschaft ist eine aus dem therapeutischen Bereich hervorgewachsene Gemeinschaft (Gründung ca. 1996/97) von ca. 90 Erwachsenen und ebenso vielen Kindern und Jugendlichen. http://www.kirschbaumbluete.ch

Der Gründer, Samuel Widmer Nicolet, wurde einmal als „ein Grenzgänger mit Herz“ bezeichnet, zumal er sich als Arzt für Psychiatrie und Psychotherapie immer schon mit Tabuthemen der Gesellschaft beschäftigt hat, so zum Beispiel mit psycholytischen Substanzen in der Psychotherapie, oder mit einer philosophischen Auseinandersetzung über das Inzest-Tabu. Gern verweist er besonders auf zwei spirituelle Größen, die ihn auf seinem Weg inspiriert hatten: J.Krishnamurti und Carlos Castaneda.

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