Will ich das überhaupt wissen?

Ich will in nächster Zeit, Stück für Stück, etwas mitteilen über die Vorgänge hinter der Kulisse der Weltereignisse. Vieles bleibt uns sonst unverständlich. Was wir mit dem Wissen tun, ist dann eine andere Frage, eine sehr individuelle.

Ich möchte an dieser Stelle vier verschiedene Haltungen charakterisieren, die wohl selten in Reinform auftreteten, eher in Mischformen.

1 … Der oder die Eine wird sagen: „Lass mich damit in Ruhe; ich will schlafen und nichts davon wissen; es würde mir nur Angst machen.“ Denn wer nichts weiß, braucht auch keine Verantwortung übernehmen, muss nicht handeln und kann sich grundsätzlich auf eine persönliche Überforderung hinaus reden.

ByY4xVfCYAAY4faEs gibt nicht wenige Menschen, oftmals mir sehr sympathische, die gegen jede Art von „negativer“ Bezeichnung von Tatsachen sind. Sie meinen, dass wir nur „positiv“ denken sollen. Damit meinen sie oft, auf „objektive“ Fakten nicht allzu genau hinzuschauen, besser sogar sie zu ignorieren – weil sie einem ja sowieso „subjektiv“ über den Kopf wachsen und erschlagen . Deshalb stecken sie den Kopf lieber in den Sand.

2 … Ein anderer könnte sagen: „Oh, wie aufregend! Sensationeldokusoapl! Toll, dass endlich wieder was richtig los ist in der Welt! Die ultimative Katastrophe!“ Diese Einstellung wird durch die Unterhaltungsindustrie und vom Infotainment der Massenmedien täglich angeheizt.

3 … Und dann gibt es diejenigen unter uns, welche meinen, nur HANDELN wäre die Lösung! Sich nicht besinnen, nicht nachdenken, und schon gar nicht sich beklagen! Die Aktionisten unter uns. Sie halten es nicht aus, wenn sie nichts tun können. Bei ihnen kommt es auf eine Vertiefung der Empfindungsfähigkeit an, auf Faust1Empathie, auf wahres Mitgefühl.

Und darauf, gelegentlich demütig auch seine Ohnmacht einzugestehen.

4 … Wieder jemand Anderer wird sagen: „Das Erkennen der Zusammenhänge der Welt stärkt mich und macht mich sicherer; es gibt mir einen Motivationsschub, die Dinge zum Guten zu wenden. Ich möchte für reif genug erachtet werden, die Wahrheit erfahren zu dürfen.“

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Dieser letzte Gedanke führt uns nun direkt in die Frage hinein: Was ist Wahrheit? Nur so viel für diesmal: Wahrheit ist kein Endergebnis. Aber sie wächst und breitet sich aus durch meine Bereitschaft und Suche nach ihr.

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