sonne und meerGedanken zu unserer gegenwärtigen spirituellen Entwicklung, aufgeschrieben in der Nacht zum 12.4.2015

Wenn ich ganz in der Gegenwart bleibe und ohne jede Spekulation frage: Was ändert sich in unserer menschlichen Psyche zurzeit? Welche spirituelle Entwicklung ist zu spüren, sowohl individuell als auch kollektiv?

Dann stelle ich fest, dass wir immer mehr unsere göttliche Macht ergreifen, die uns seit Urzeiten gegeben ist. Wir müssen nicht mehr um Erlaubnis fragen, beispielsweise die Kirche oder den Priester. Wir spüren eine innere Autorität und Zuversicht, eine göttliche Macht, in unserem individuellen Wesen heranwachsen, die wir bisher nicht für möglich gehalten hatten. Eine unglaubliche Freiheit.

Viele von uns brauchen ein wenig Zeit, sich daran zu gewöhnen, dass es tatsächlich so ist. Und eine innere Erlaubnis. Dann aber kann es eine große Freude, Begeisterung oder Erleichterung auslösen. „Ich bin nicht mehr gebunden. Ich bin frei. Ich verantworte selbst, was ich tue, fühle und denke.“

Die spirituelle Identitätssuche wird immer leichter. Sie ist nicht mehr undurchdringlich unter dicken, schweren Schleiern verborgen. Die Schleier sind sehr dünn geworden und der Blick ins innere Geheimnis erfordert oft nicht einmal Mühe, nur noch ein Dranbleiben und Hinschauen.

Wir sehen es am Zuwachs mancher Fähigkeiten. Wachsendes Mitgefühl wird als Medium des Erkennens erfahren: eine Klarsicht des Herzens öffnet sich. Ebenso telepathische Begabungen oder einfach ein selbstverständliches Wissen, was an anderen Orten geschieht mit Seelen, zu denen wir eine engere Verbindung haben.

Die Liebe macht große Sprünge. Nicht nur die Liebe zu nahen Menschen, sondern auch eine allgemeine, universelle Menschenliebe. Sie kommt zum Beispiel in der Bereitschaft zum Ausdruck, Flüchtlinge, wo immer sie her kommen, willkommen zu heißen, mit ihnen mitzufühlen und Verständnis für ihr Schicksal aufzubringen.

Die Enge der Religionsbekenntnisse legen wir gerne ab und auch unsere nationalen Überheblichkeits- oder Unterlegenheitsgefühle. Wir bekommen ein neues, freies und unverkrampftes Verhältnis zu unserer kulturellen Heimat, unseren Vorfahren und auch der politischen Entwicklung unseres Landes. Wir lieben aber genau so die Vielfalt, die andere Völker mit sich bringen und tauschen uns gerne mit ihnen aus.

Ja, es sind goldene Zeiten in der Seele, die sich uns eröffnen. Wir können so leicht und auch nachhaltig glücklich sein wie schon lange nicht mehr.

Eines vom Schönsten ist das sexuell-erotische Liebesleben, das wir hier und heute, im kulturell freieren Teil der Welt, entdecken und praktizieren können, ohne die Gefängnismauern konventioneller Vorschriften. Tiefe spirituelle und tantrische Erfahrungen stehen uns für unser Liebesleben zur Verfügung. Wir brauchen sie nur zu ergreifen. Wir können auch neue Formen des Zusammenseins ausprobieren, Mehrfachliebe, Liebesbeziehungen ohne gemeinsame Wohnung, aber auch ein Zusammenleben in Gruppen, die sich in ihrer spirituellen, sozialen oder liebeserotischen Entwicklung unterstützen.

Sicher, der Widerstand eines alten, schon überlebt geglaubten Gefühls, nämlich des selbstsüchtigen und engstirnigen Egos, bläht sich nach wie vor mächtig auf und will unser Leben zur Hölle machen. Das wird immer so sein und es braucht deshalb unsere Wachsamkeit und unsere Entschlossenheit, das glückliche Leben zu führen. Dieses ist schenkend, gebend, großzügig, frei. Es fürchtet nicht Verlust oder Abschied oder Tod. Es stellt sich. Es ist demütig und mutig. Alles was wir für unsere Mitmenschen tun können, ist sie zu ermutigen, zu unterstützen, diese Wachsamkeit und Klarheit aufrecht zu erhalten. Dann kommen die süßen Dinge des Lebens von selber dazu.

2.Teil folgt …

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