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Wie Deutschland verdeckt Kriege führt und finanziert. Und keiner wird gefragt … Stattdessen verfolgen wir die „Raser“. Zum Glück können wir tun, was wir lieben.

Jetzt weiß ich, was ich laut Presse und Massenmedien bin: Ein „Raser“! Andere verwenden dafür den etwas koketteren Begriff „Verkehrssünder“. Seit die Religion mich nicht mehr öffentlich als Sünder bezeichnen mag, tut dies vorsorglich öffentlich die Medienwelt. Nun, diesmal hat mich das Sündenverdikt nicht getroffen. Ich fuhr am Donnerstag, 16.4.2015, beim „Blitzermarathon“ extrem reduziert. Aber 31.000 andere Menschen in Deutschland waren „Raser“, das waren 2,8% aller Kontrollierten. Natürlich sei die „Dunkelziffer“ der Verkehrssünder wesentlich höher, wird uns gesagt.

Als ich mit einem Freund darüber witzelte, meinte er ebenso schmunzelnd: „Seien wir froh, dass wir noch keine `Straftäter´sind!“

Was würdest du denken, wenn dir, wohnhaft in Deutschland, jemand eröffnen würde, dass aus einem in Deutschland hergestellten und verkauften Waffenträger im Jahr 2001 auf das amerikanische Verteidigungsministerium Pentagon bei Washington eine Rakete abgefeuert wurde, die ca. 130 Menschen das Leben kostete und Teil eines gewaltigen Terrorprojekts war? Du würdest wahrscheinlich ungläubig mit dem Kopf schütteln.

Israelisches-U-Boot

Was sagst du aber, wenn gegenwärtig auf deutschem Territorium völkerrechtswidrige und kriegsverbrecherische Angriffe auf unschuldige Menschen technisch koordiniert werden? Wir wissen nun, dass alle US-Drohnenangriffe mit vielen Tausenden Toten und Verstümmelten ohne die technische Mithilfe aus Ramstein, Rheinland-Pfalz, nicht möglich wären. Ich möchte nicht kollektiv für die echten Sünden eines solchen Landes büßen müssen, das Kriegsverbrechen auf seinem Territorium zulässt. Wer in Deutschland will das? Wie viele Menschen würden wir finden, die das gutheißen? Was bedeutet das für die Demokratie? Werden deutsche Kriegsunterstützung, Waffenexporte und die Finanzierung von atomaren Waffenarsenalen demokratisch entschieden?

Wirst du jetzt immer noch mit gleicher Leidenschaft gegen eine angeblich „völkerrechtswidrige Annexion der Krim“ schimpfen, die kein einziges Menschenleben gekostet hat und wofür 90% der Einwohner dieser Halbinsel friedlich gestimmt hatten?

Kürzlich hat ein deutscher Atomwaffenexperte, Hans Rühle, in der Wochenzeitung „Die Welt“ zum ersten Mal öffentlich bekannt gemacht, dass Deutschland den israelischen Atomwaffenaufbau bezahlt hat. Er hat das mit Stolz und Genugtuung verkündet. Vollständig nachzulesen: http://www.welt.de/politik/ausland/article139492567/Hat-Deutschland-Israels-Atomwaffen-finanziert.html

Obwohl solche Mitteilungen normalerweise als „Verrat“ strafrechtlich verfolgt werden, ist der Zeitpunkt interessant, in dem er diese Nachricht in einem Mainstreammedium unbeschadet verbreiten darf und soll. Das zeigt auf, dass Dinge nun in diesen Tagen an die Oberfläche kommen, die nicht mehr geheim zu halten sind und mit deren Veröffentlichung auch ein Zweck verfolgt wird.

Was könnte der Zweck sein? Entgegen anders lautenden politischen Erklärungen ist es der erste zaghafte Versuch, sich aus dem Klammergriff der „ewigen“ Wiedergutmachungsleistungen für die Verbrechen der Nazizeit zu lösen: „Zahle für das Böse, das von dir ausging, indem du anderen ermöglichen musst, nun ihrerseits Böses zu tun.“

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Etwas Aussichtsreiches zu Schluss: Wenn jeder Mensch das tut, was er liebt zu tun, haben wir nur zufriedene Menschen auf der Erde. Achte auf das wichtigste Wort in diesem Satz: lieben. Denn niemand, der liebt, will etwas Böses tun. Also frag dich: Tust du, was du liebst? Liebst du, was du tust? Und wenn nicht, wer könnte dich daran hindern?

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