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Es geht zurzeit drunter und drüber. Ein Feld des Chaos ist eröffnet worden. Und dass dies so ist, ist gewollt, ist beabsichtigt.

Die globale Flüchtlingsproblematik kommt nicht einfach so zufällig daher, sondern ist zum einen eine natürliche Folge von sozialer und ökonomischer Ausbeutung und zum anderen eine bewusst gelenkte und gewollte Entscheidung. Eine Entscheidung, die einige Dunkelmächte ausgeheckt haben? Eine Strategie geopolitischer Umwälzung? Ja, das ist es. Aber es ist auch ein Naturereignis, eine Ursache-Wirkung-Kettenreaktion. Es ist beides.

Sie stiftet nicht nur Leid auf dem Boden der Erde, auf dem Meer, sondern auch ziemlich viel Verwirrung in den Menschen, in den Herzen und Köpfen. Geistige Lähmung, ideologische Konflikte und seelische Unversöhnlichkeiten zeigen sich. Man spürt: Es zerreißt die Menschen schier. Es ist ein so eminent vitales Thema, denn es reißt viele tief veranlagte Bedürfnisse und Ängste auf.

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Das menschliche Interesse

Es ist wichtig, alle Seiten zu hören, zu respektieren und zu schützen. Es ist wichtig, die Anliegen der Flüchtlinge zu hören, sie zu fragen, mit ihnen in Austausch zu sein, menschliche Kontakte zu beginnen, im Weiteren dann politische Rahmenbedingungen zu gestalten für Aufnahme und Integration. Und es ist genau so wichtig, die einheimischen Menschen ernst zu nehmen, bei denen die Flüchtenden oder Auswandernden eine neue Heimat finden wollen.

Wenn wir diesen psychologischen Konfliktherd in uns nicht anschauen, werden wir keine Lösung finden können. Wir zerfetzen uns weiterhin mit Vorwürfen an die jeweils anders denkenden und fühlenden Mitmenschen, die sich durch die Fluchtbewegungen selber bewegt fühlen, in die eine oder andere Richtung. Pro oder Contra.

Manche einheimischen Menschen fühlen sich wie von einer Naturgewalt bedroht. Sie fühlen sich und ihren Kulturraum „überschwemmt“, von „Lawinen“ überrascht, ein Gefühl der Machtlosigkeit, der Verdrängung von der eigenen Heimat überkommt sie, eine Überfremdung, ein Ausgeschlossen- und Verdrängtsein. Das Gefühl, die eigene Kultur geht allmählich zugrunde. Christen mögen mit Horror einer „Islamisierung des Abendlandes“ entgegen sehen, Liberale mögen im Gegenteil eine Einschränkung der Religionsfreiheit befürchten.

Es steht uns nicht an, diese Einstellungen zu verspotten oder sie als engstirnig und begrenzt zu diffamieren. Sie können es zwar sein, müssen es aber nicht sein.

Psychologische Irrtümer

Es geht auf keinen Fall an, dass man die Sorgen der betroffenen Menschen ignoriert oder mit ideologischer Keule wegzuschlagen versucht. Das betrifft sowohl die Flüchtenden als auch die Aufnehmenden. Das Recht zur Abweisung muss immer gegeben sein. Sonst hätten wir keine Freiheit als Menschen.

Ich möchte selbst entscheiden und ich möchte auch gefragt werden, ob und wen ich aufnehmen will. Leben und Liebe müssen auf Freiwilligkeit basieren. Sie tun es ohnehin. Nur die Ideologie kann alles verderben. Sie ist die Fehlerquelle. Sie ist der Konfliktherd.

Es existieren hauptsächlich zwei extreme Einstellungen, die in sich unsinnig  sind. Diese sind:

  1. Wir schotten uns ab.
  2. Wir lassen alle rein und machen alle Schleusen auf.

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Menschen flüchten …

.. aus unterschiedlichsten Gründen.

Manche Menschen flüchten im Sinne der klassischen Asylsuche, da ihr Leben und Überleben in ihren Heimatländern wegen Krieg, staatlichem Terror oder Gesinnungsterror bedroht ist. Andere flüchten, weil sie wegen Armut und Arbeitslosigkeit zuwenig Perspektiven in ihren Heimatländern finden. Wieder andere „flüchten“, weil sie sich an eine Auswanderungsbewegung anschließen und sich eine neue, bessere, vielleicht auch kulturelle Heimat suchen wollen. Einige flüchten auch aus kriminellen Beweggründen. Es gibt ja auch eine Migration von international und global operierenden Gangstern.

Es gibt verschiedene Ebenen, aus denen wir auf die Thematik blicken können:

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  1. Auf der down-to-earth-Basis zeigt sich augenblicklich die Notwendigkeit, zunächst einmal Erste-Hilfe zu leisten. Menschen aus Lebensgefahr zu befreien, ihnen eine erste Zuflucht zu ermöglichen. Das bedeutet zum Beispiel, sie vor Verfolgung oder aus Seenot zu retten, ihnen eine Unterkunft zu vermitteln, wie provisorisch diese auch zunächst sein mag.
  2. Auf der psychologisch-menschlichen Ebene geht es um eine Verständigung verschiedener Kulturen, Rassen, Religionen. Da gibt es Fremdes und Vertrautes. Da gibt es Unverträgliches und Gutverträgliches. Da geht es um Zeit und Kennenlernen, aber auch um die Möglichkeit, einander abzuweisen. Es gibt keine Pflicht zur Flüchtlingsaufnahme. Dieser moralische Anspruch, dass gut nur ein Mensch ist, der alle Flüchtenden bei sich und in seinem Land aufnehmen will, erweist sich bei näherem Hinschauen als ziemlich absurd.
  3. Dann kommt die Ebene der politischen Steuerung zum Zuge. Es müssen Richtlinien erarbeitet werden, wer unter welchen Umständen und Bewertungen als Flüchtender aufgenommen werden soll und wer nicht. Dazu braucht es ein klares Denken und intelligente Abwägungen, aus denen funktionierende gesetzliche Strukturen erwachsen.Die Aufgabe der Staaten ist auch, Flüchtende vor krimineller Ausbeutung, sagen wir seitens der Schleuser, zu schützen.
  4. Dann sollten wir einen Blick werfen auf die historischen und kulturgeschichtlichen Entwicklungen, die sich durch Völkerwanderungen ergeben haben. Lernen wir aus der Geschichte der Menschheit. Wollen wir gewalttätige oder schleichende Völkerbewegungen? Wahrscheinlich nicht. Wollen wir einander befruchtende Begegnungen von verschiedenen Völkern, Rassen, Kulturen, Religionen auf einem gemeinsamen Territorium? Wo wollen wir die Grenzen ziehen? Denn wir müssen irgendwo Grenzen ziehen, wie jeder einsichtige Mensch erkennen wird.
  5. Und letztlich ist es eine philosophische und spirituelle Entscheidung, wie wir mit der Tatsache von wandernden Menschengruppen, von Migration, umgehen. Sie mündet in der Frage, wohin die Menschheit als Ganzes sich entwickeln soll.

Eine global gesteuerte Migrations-Agenda

Die geistige Verwirrung und die Überfremdungsangst, das Chaos und die Verunsicherung sind beabsichtigt. Ja, sie sind beabsichtigt. Wer aber könnte daran Interesse haben? Was könnte eine solche global gesteuerte Migrations-Agenda zum Inhalt haben? Was könnten die Absichten sein?

Zum Beispiel: „Löst die Nationalstaaten auf! Löst die eigenständigen Kulturen auf, vermischt alle Kulturen, alles Selbständige, Eigenmächtige, dann ist alles wesentlich leichter zu kontrollieren.“

Warum zum Beispiel wurden Saddam Hussein und Gaddafi weggebombt und ermordet? Warum sollte das nach dem Willen einiger Hyper-Krimineller nun auch mit Assad oder Putin geschehen? Weil diese Menschen und die Völker, die sie führen, als einzelne Macht zu groß sind und einer Gleichschaltung unter einer defacto US-Führung im Weg stehen. Jede lokale Macht, die zu stark und eigenwillig ist, steht im Weg. Sie muss weg.

Bloß hypothetisch: Wenn Bayern eines Tages sagen wollte, wir gehen unseren eigenen Weg, wir treten aus der EU und aus der BRD aus, wir wollen unsere eigene Kultur und Tradition pflegen und wir haben auch unsere eigenen technologischen Ideen, die uns in die Zukunft führen werden, dann würden sehr schnell die Globalisierungstheoretiker und – praktiker kommen und diese Absichten unterminieren wollen. Alles würde versucht werden, um diese Sezession und Souveränitätserklärung gewaltsam zu unterbinden.

Die Chaos-Theorie: Problem – Reaktion – Lösung

Wer die Welt umgestalten will – und um das geht es gegenwärtig besonders stark – muss erst CHAOS schaffen. Ein Problem muss erst geschaffen werden. Dann wird eine REAKTION darauf folgen, ein Widerstand, verschiedene, gegensätzliche Versuche, das Problem abzuwehren. Dann kommt das Angebot: „Um den Krieg/den Verfall/das Chaos/den Streit abzuwenden, präsentieren wir euch jetzt DIE LÖSUNG! Wir wissen schon längst, wie wir es haben wollen, aber durchsetzen können wir es erst dann, wenn ihr Menschen von den Problemen, die wir ABSICHTLICH erzeugt haben, die Schnauze voll habt.“

Wir sehen das an den Kriegen in Libyen, im Irak, in Syrien, in der Ukraine: Das sind alles von langer Hand geplante Umwälzungen und Umsturzszenarien. Sind Leid und Druck erst groß genug, dann geschieht die Veränderung.

In der Inszenierung der Flüchtlingsbewegungen ist es genau das selbe. Auch die sind geplant. Auch hier geht es um eine Umwälzung, besonders in Europa, das ja durch relativ gesunde Populationen und eigenständige nationale Kulturen zu schwer lenkbar ist. Lenkbar für wen? Es lohnt sich, immer wieder abzuspüren und zu erkennen, wer die Strippen zieht und die Entwicklung der Menschheit und der Erde lenken will. Wessen Geist ist hierin zu spüren? Wohin soll die Reise gehen? Aber die wichtigste Frage unter allen ist die: Wohin will ICH, dass die Reise geht? Was sind meine Ziele, Ideale, wofür bin ich bereit, mich einzusetzen? Was will ich erhalten, was will ich verändern?

epa03427636 Syrian refugees cross by boat to Turkey over the Orontes river on the Turkish-Syrian border near Hacipasa village in Hatay, Turkey, 10 October 2012. The number of Syrians who fled violence in Syria and who are staying in camps in Turkey reached almost 100,000 according to local media. EPA/AYKUT UNLUPINAR/ANADOLU AGENCY TURKEY OUT HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES/NO ARCHIVES  +++(c) dpa - Bildfunk+++

Der multikulturelle Traum

Wir können uns ja vorstellen und es auch wünschen, dass es ein multirassisches, multikulturelles und multireligiöses, fröhliches, buntes Miteinander geben soll, hier bei uns. Eine Art Hippiekultur, von der wir ja vor 40-50 Jahren schon einen Vorgeschmack bekommen haben. Nur zeigt sich das im Moment nirgendwo auf der Welt, nicht im großen Rahmen jedenfalls. Nicht in Jerusalem (da schon gar nicht!), nicht in den USA (die ja per Selbstverständnis ein melting pot von Einwanderern sind), nicht in Berlin-Neukölln und auch nicht mehr in Bosnien-Herzegowina oder sonst wo auf der Welt. Nur bewusst geführte und kleine Gemeinschaften können dies gewährleisten. Aber dort geschieht dann etwas anderes: All die künstlichen Trennungen fallen weg und Hardliner der verschiedenen Religionen, Nationen und Kulturen werden sich dahin nicht angezogen fühlen.

Persönlich und gemeinschaftlich Verantwortung übernehmen

Das Problem ist, dass niemand zu verstehen scheint, dass es, um Verantwortung übernehmen zu können, Grenzen zu wahren gilt. Jede Gemeinschaft, die sich selbst etwas wert ist, führt Aufnahmegespräche, legt Kriterien für die Aufnahme fest und inszeniert dann vielleicht sogar ein schönes Aufnahmeritual. All das fehlt bei unseren staatlichen Institutionen. Je weiter weg die Entscheidungen für Aufnahme oder Nicht-Aufnahme gefällt werden, von einer Zentralregierung, vielleicht sogar in Brüssel, umso schlechter stehen die Chancen auf ein gedeihliches Miteinander. Umso mehr wird sich Chaos ausbreiten. Weil niemand konkret Verantwortung übernimmt.

In Staaten wie Deutschland will niemand so recht Verantwortung übernehmen, weder für die Errungenschaften und Pflege der eigenständigen Kultur, noch für die Öffnung fremden Einflüssen gegenüber. Vor allem, wenn alles in die EU delegiert wird. Somit herrscht nur Streit und Kampf auf diesem Gebiet. Will man nationale oder kulturelle Traditionen bewahren, wird man als Rechter beschimpft, öffnet man sich für Neues, gilt man als linker Chaot.

Hört auf, euch zu beschimpfen

Es braucht also ein Verantwortungsgefühl für neue Gemeinschaftsprojekte. Nur individuell übernommene Verantwortung kann einen Weg aufzeigen. Keinen einheitlichen Weg, der für alle zu gelten hat, sondern jeweils spezifische Wege. Für jeden Staat, für jede Gemeinschaft eigene.

Das allerwichtigste Punkt ist also: Persönlich Verantwortung zu übernehmen. Die EU ist ein Moloch. Sie übernimmt keine Verantwortung. Je größer und weit entfernter von den Menschen die Institutionen sind, die politisch die Weichen stellen, umso gefährlicher sind sie. Siehe Brüssel, siehe EU. Vor Ort muss gelebt werden. Hier soll auch entschieden werden. Jede Gemeinde, jede Nachbarschaft muss gehört werden. Hört auf mit den unsäglichen politischen Lagerkämpfen. Hört auch auf, euch zu beschimpfen und für blöd zu erklären, bloß weil ihr andere Meinungen habt. Sucht nach Lösungen. Diskutiert fair.

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