flucht

ja, es ist grausam, was in unserer kriegslüsternen Welt passiert, was Menschen als Opfer und Flüchtlinge erleiden. Es ist zutiefst unmenschlich. Deshalb ist Hilfe nicht nur ein Gebot der Nächstenliebe, sondern ein in jedem Menschen angelegter empathischer Zustand. Außerdem werden wir innerlich reicher durch Helfen.

Das ist das eine. Das andere sind die politischen Impulse: Die Gedanken, die Absichten, die sich ideologisch neben oder vor diesen Empfindungen gewaltsam aufplustern und ihre Macht behaupten wollen. Darum geht es hier in den folgenden Betrachtungen.

Einige von euch haben es geschafft, die Menschen in Deutschland und Mitteleuropa in „Fremdenfreunde“ und „Fremdenfeinde“ aufzuspalten. Viele von euch geben vor, was die politische Norm zu sein hat. So spaltet ihr jenen Teil in euch ab, der manches, was fremd ist, auch abweisen muss. Von diesem Teil in euch wollt ihr nichts wissen. Psychologisch fängt es also mit einer Verdrängung an. Man nennt diese Abspaltung jener Seelenteile in uns und ihre Verlagerung auf andere, feindliche Menschengruppen (hier: die „Rechten“, die „Fremdenfeinde“) eine Projektion. Ihr schlagt euch auf die Seite der „Guten“ und die anderen sind die „Bösen“.

Jeder von uns liebt und hasst das Fremde gleichermaßen. Ich muss/darf mich abgrenzen und ich muss/darf mich vereinigen. Einen verordneten Zwang kann es da zu keinem von beiden geben. Denn jeder von uns muss manchmal etwas Fremdes abweisen. Fragt einfach nach: Stellt sich eine Frau auf die Straße und sagt: Ich liebe euch alle, ihr dürft alle meinen Körper besuchen? Oh, sie wird ganz genau auswählen, sehr, sehr selektiv und exklusiv. Jeder von uns ist also auf ganz natürliche, menschliche Weise sowohl ein Fremdenfeind als auch ein Fremdenfreund. Wir grenzen uns ab – und wir laden ein.

Jeder von uns muss/darf zwischen Nahem und Fremdem unterscheiden. Jeder muss/darf etwas verteidigen, was ihm nahe ist, was er möglicherweise verantwortungsvoll mit aufgebaut hat, sagen wir einmal eine Familie, ein neues soziales Projekt, eine Gemeinschaftsordnung, seinen eigenen Garten oder was immer es ist.

Manche Menschen haben furchtbare Angst davor, dass sie eines Tages in die Lage kommen könnten, jemanden, der etwas will und fordert und an ihre Tür klopft, abweisen zu müssen. Sie glauben, sie seien verpflichtet, jedem Einlass zu gewähren. Wer das in Ruhe betrachtet, wird sehen, wie absurd das ist. So schlagen die sogenannten Menschen- und Fremdenfreunde auf die sogenannten Menschen- und Fremdenfeinde mit ihrer moralischen Keule ein und versuchen sie mundtot zu machen, was nicht weniger menschenfeindlich und diskriminierend ist. Anstatt zu hören, was diejenigen zu sagen haben, die etwas verteidigen möchten, was immer es auch sei. Walzt nicht drüber hinweg.

Ich spreche zu euch, ihr ideologischen, einseitigen Fremdenfreunde: Es könnte ja sein, dass ihr das Nahe, das um euch ist, die Heimat, das Vertraute, nicht wirklich liebt. Einige von euch sind sogenannte „Deutschlandhasser“, oder „Österreichverachter“ oder wie immer man das nennen will. Ihr „liebt“ stattdessen eher das Fremde, damit ihr euch mit dem Nahen nicht auseinandersetzen müsst. Ihr habt immer Obdachlose, entwurzelte Alkoholiker, Bettler und andere Notleidende um euch gehabt. Warum habt ihr da nicht eure „Liebe“ lauthals rausgeschrieen, wie ihr es jetzt tut, wenn es um Flüchtlinge und Migranten geht? Wo ist eure Hilfsbereitschaft da gewesen und wo ist sie heute?

Und: Wer kümmert sich dann um die Millionen von ihrer Heimat und ihren Traditionen entwurzelten, oftmals traumatisierten Menschen? Sie bringen nicht nur ihre persönlichen Schickale mit, sondern auch politische Konflikte zwischen verschiedenen Volksgruppen. Wo werden die Menschen mit all ihren Problemen hingehen? Wo finden sie Orte menschlicher Zuwendung und Heilung? Wo finden sie dann weltpolitische Konfliktvermittlungsbüros, in denen tief verwurzelte Stammesfehden gelöst werden können? Wo seid ihr dann, ihr großartigen Einlader und Willkommensgrüßer? Werdet ihr euch um sie kümmern? Oder werdet ihr es an „den Staat“ delegieren? Der soll es machen. Aber es sind immer Menschen, die etwas tun oder nicht tun, und nicht ein „Staat“. Werdet ihr also Menschen dazu verdonnern, etwas zu tun, was ihr selber nicht könnt?

Ihr könnt eure Versprechen nicht halten. Euer Willkommensgruß an die Flüchtlinge und Migranten ist menschlich verständlich und es gibt nichts dagegen einzuwenden, solange er aus gelebter und vor allem konkreter Empathie entspringt. Wogegen aber alles spricht, ist die Politisierung und moralische Heuchelei. Denn ihr könnt eure Versprechen nicht halten, eure massenhafte Einladung wird euch selber um die Ohren fliegen. Auf die kommenden Jahrzehnte hin betrachtet werden bürgerkriegsartige Zustände entstehen und ihr werdet euch wundern. Die Präsenz der Polizei wird sich verstärken, Menschen werden sich in ihrer Umgebung immer weniger sicher fühlen. Der Friede, den wir so lange genießen konnten, wird uns wie der Boden unter den Füßen entzogen werden. Wir werden uns an kommende harte Zeiten, an Mord, Gewalt und Überwachung gewöhnen müssen.

Eine sehr große Anzahl von Menschen wird in die Städte ziehen und dort in Ghettos landen, in Stadtvierteln, in denen alles andere als menschenwürdige Verhältnisse herrschen, wir können das heute in manchen Gebieten Berlins, in Duisburg, Dortmund, usw. ansatzweise schon beobachten. Und was passiert dort? „Integration“ oder wie immer man das nennen wollte? Oder Parallelgesellschaften, die einander fremd und feind bleiben? Schaut euch die Realität an und überlegt was ihr wollt. Schaut in die USA, nach Frankreich, lernt davon, und ihr werdet sehen, dass wir das selbe auch hier bekommen werden. Und wieder werden „die Anderen“ die Schuld haben.

Die Flüchtlingswelle hat gerade erst begonnen, sie wird Jahre weitergehen. Sie wird sich potenzieren. Da ist nicht irgend wann einmal Schluss. Es sei denn, jemand setzt bewusst eine Grenze. Mit grenzenlosem Bewusstsein kommt ihr in dieser irdischen Frage nicht weiter. Hier, auf dieser Erde, geht es um verantwortungsvolle Gestaltung von Räumen, von „Gärten“. (Vor kurzem durfte man noch das schöne Wort „Kindergarten“ verwenden, jetzt heißt es „Kindertagesstätten“.)

Wertegemeinschaften bilden sich, Gemeinschaften mit neuen Ideen gründen sich, die auch nicht sagen: Kommt alle herein, es gibt keine Bedingungen, ihr braucht keine Absichtserklärung abgeben und was ihr wollt, ist uns eigentlich egal. Nein, es sind klar definierte Projekte und Absichten und man entscheidet sich bewusst und verantwortlich dafür. Und die Aufnahme wird auch gut geprüft. Wie anders ist es in diesem unverantwortlichen Gebilde, das wir Parteienstaat nennen! Wie anders ist es in einer von oben verordneten Gesetzesstruktur, wie sie von der völlig desolaten EU praktiziert wird!

Denn es ist eine unkontrollierte Einwanderung, für deren ungehemmten Fluss niemand Verantwortung übernehmen will und kann. Wir sehen es vielleicht als unvermeidlich an, wie ein Naturereignis. Das ist es aber nicht. Es ist eine politische Strategie. Nicht nur von den Ländern, die Flüchtlinge aufnehmen, sondern es ist ein geopolitisches Kalkül und eine langfristige Strategie zur Umwandlung der Welt. Völkerwanderungen werden inszeniert. Sie geschehen nicht einfach so, rein zufällig. Es steckt jemand dahinter. Das wollen viele nicht sehen.

Nun bin ich nicht gegen Völkerwanderungen, nicht gegen Migration, nicht gegen Aufnahme von Bedrohten. Es geht um das Maß und eine gesunde Verantwortung. Und es geht um die Kultivierung von Liebe und Mitgefühl. In diesem Punkt bin ich mit den „Fremdenfreunden“ einig.

Dass Europa überrollt wird von auswandernden Menschen, das ist gewollt. Wer könnte das wollen? Zum Teil die Europäer selber, die aufgrund von Schuldgefühlen wegen ihres Wohlstandes opferbereit geworden sind. Deutschland geht aufgrund seiner Volksdynamik ohnehin gern in die Rolle der Selbstbezichtigung und Selbstverleugnung. Worauf dann in systematischer und blinder Regelmäßigkeit ein aggressives Aufbäumen und Sich-zu-Wehr-Setzen folgt.

Andererseits wird das gepuscht von Geo-Strategen, die z.B. meistens in den USA sitzen und überlegen, wie sie es anstellen können, dass andere Länder, Nationen, Völker, nicht zu stark werden und ihnen keine Konkurrenz machen können. Autokratische Herrscher im Nahen Osten oder in der Ukraine kann man militärisch oder durch angezettelte Revolutionen entfernen. Die stärkste Waffe aber gegen Europa ist die Migrationswaffe.

Menschen- und Flüchtlingsbewegungen werden instrumentalisiert als Waffe, um national erstarkende Gebilde sofort zu schwächen, sobald sie zu einer Gefahr für den Hegemon werden könnten. Nationen und Völker werden zerstört, damit sie als zerstrittene, gespaltene und zerfallende Gebilde leichter zu beherrschen sind. So hat man die Migrationswaffe entdeckt. Sie ist so teuflisch wie alle anderen Kriegswaffen auch.

Deutschland und Mitteleuropa sollen völlig destabilisiert werden. Es sind nicht die Menschen, die in guter Hoffnung hierher kommen, die etwas Böses wollen. Denn sie werden missbraucht als Waffe der Destabilisierung. Ich frage mich, ob das durchschaut wird von einer genügend großen Anzahl von Menschen? Es ist ein gigantischer Menschen-Missbrauch. Gelenkte Migrationsbewegungen als politische Waffe. Und unser Mitleid und unsere Hilfsbereitschaft, sie werden ebenso missbraucht. Noch wollen und können wir helfen. Aber es werden so viele werden, dass wir völlig überfordert und erschöpft sein werden. Und dann wird es ein Erwachen geben und das Blatt sich wenden.

Es sind aber noch andere Mächte, nicht nur die schattenhaft-dunkle Regierung der USA, die daran Interesse hat, Konkurrenten zu schwächen und zu unterwerfen. Über diese anderen Mächte, welche die Welt umbauen und unterwerfen wollen, kann ich hier und jetzt noch nichts schreiben. Sie sind erzböse. Denn diese Mächte glauben an die Chaostheorie. „Um eine neue Ordnung nach unseren Wünschen zu installieren, müssen wir erst ein so großes Chaos hervorrufen, dass die Menschen aus Verzweiflung nach unseren Rettungsvorschlägen dürsten.“ Früher oder später wird das alles sich offenbaren.

Das gesamte Chaos, das nicht unvermeidlich ist, sondern inszeniert und gewollt, birgt allerdings, wie jede Krise, ein enormes positives Potenzial in sich. Denn eines ist sicher: Jeder Krieg bringt einen noch stärkeren Friedenswillen hervor, jede Zerstörung bringt neue kreative Kräfte hervor, ein neues Bewusstsein, mehr Licht. Nur: Müssen erst Krieg und Verzweiflung kommen, damit wir Menschen aufwachen und ein besseres, gerechteres Leben beginnen?

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